Vorbeugung
Die Ursache jeden Schimmels: Feuchtigkeit. Möchte man dem Schimmel vorbeugen, sollte darauf geachtet werden, das Gebäude möglichst trocken zu halten. Sind Räumlichkeiten erst einmal von Schimmel befallen, ist es zwingend notwendig die Feuchtigkeitsquelle zu lokalisieren. Bei aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Erdreich, undichten Wasserleitungen und eindringendes Regenwasser sind entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen.
Stammt die Quelle jedoch aus dem Kondensat von Wasserdämpfen oder der Raumluft, können nach der Sanierung oder als Vorbeuge einige Maßnahmen ergriffen werden, um einen (erneuten) Befall zu vermeiden. Innenkondensation entsteht leicht in Folge von Duschen, Kochen oder Waschen und verstärkt sich durch unzureichende Lüftung. Schäden durch Kondensat ist räumlich festgelegt und zeigen sich an geometrischen Wärmebrücken (Kältefallen), welche durch niedrige Oberflächentemperaturen ausgezeichnet sind. Kältefallen entstehen z.B. durch zu dicht angestellte Schränke an Außenwänden. Ist ein Abtransport warmer Raumluft an die Wandoberfläche nicht mehr gewährleistet, kühlen thermetisch schlecht isolierte Wände schnell aus und es bildet sich ein Kondensat.
Durch die veränderte Bauweise in den letzten Jahren/Jahrzehnten ist der Aspekt der ausreichenden Lüftung nicht zu unterschätzen. Angefangen bei dem Thema Fenster zeigt sich zwar, dass doppelt verglaste Fenster die Wärme in den Innenräumen besser halten, leider damit auch das Wasser. Die Regulierung der Feuchtigkeit wie bei der Einfachverglasung funktioniert nicht mehr: An der kältesten Fläche einer Außenwand wird der Raumluft durch beschlagen der Scheiben selbstständig die Feuchte entzogen. Durch eine Rinne wird das anfallende Tauwasser aufgefangen und über ein Röhrchen nach außen transportiert. Heutige Isolierverglasungen stellen nicht mehr die kältesten Zonen dar. Andere Wandbereiche sind viel kälter, dadurch feuchter und stellen eine potenzielle Gefahr einen Pilzbefall dar. Des Weiteren sind die Fugen der Fenster zwischen Rahmen und Flügeln mittlerweile so dicht, dass ein Ausgleich darüber nicht mehr stattfinden kann.
In der Regel kann durch gezieltes Lüften ein Ausgleich geschaffen werden: Optimal wäre ein 3x tägliches Stoßlüften. Besonders morgens, da sich während der Nacht die Feuchtigkeit in den Räumen stark erhöhen kann. Um die verbrauchte feuchte Luft nach draußen und die frische trockene Luft nach drinnen zu transportieren, ist eine Stoßlüftung sparsam und am effektivsten. Dazu werden die Türen und Fenster fünf bis zehn Minuten weit geöffnet. Es entweicht die alte Luft mit etwas Wärme, die größeren Wärmemengen, welche in dem Mobiliar und Wänden gespeichert ist, bleibt erhalten. Wird dagegen mit einem gekippten Fenster gelüftet, kühlen häufig die Räume und Inneneinrichtungen zu stark aus. Dies führt zu teuren Energieverlusten und erhöht das Risiko zur Innenkondensation.
Abschließender Tipp: Regelmäßig und dann ausreichend geheizt sollten die Räume werden, die nicht ständig genutzt werden oder in denen es etwas kühler sein soll. Diese Bereiche sollten von den übrigen Regionen abgeriegelt (verschlossenen Tür) werden.