Gesundheitliche Folgen
Das Schimmel die Gesundheit schädigt, ist spätestens seit dem 18. Jahrhundert allgemein bekannt. Der Menschliche Organismus toleriert normalerweise ein gewisses Maß an Schimmelpilzen und Bakterien ohne auffallende Reaktionen. Allergische Sensibilisierung, Vergiftungen und Infektionen lassen sich allerdings vermehrt feststellen, wie das in vielen Gebäuden der Fall ist, wenn das Pilzvorkommen unnormal ansteigt. Der Pilz nutzt organische und anorganische Materialen als Nährsubstrat und löst es dabei vollständig auf. Häufig wandern Stoffwechselprodukte wie Pigmente in den Untergrund und verursachen die bekannten Verfärbungen und/oder Giftstoffe (Mykotoxine). Diese Fähigkeiten richten im menschlichen Umfeld viel Schaden an. Vor allem lösen Sie bei abwehrgeschwächten Menschen schwerste Erkrankungen aus. Dabei ist der Weg denkbar einfach: Als 'Transportmittel' binden sich die Mykotoxine entweder an den Feinstaub der Luft oder an die Pilzsporen selbst und gelangen so über die Atemwege in den menschlichen Körper.
Dabei gibt es unterschiedlicher Erscheinungsbilder der Krankheiten. Die Schädigungen reichen von Leberzellkarzinomen über erhöhtes Auftreten von lyphatischer Leukämie bis zu Ödemen und Nierenleiden. Eingeatmete Pilzsporen und Schimmelpilzgifte können des weiteren allergische Reaktionen hervorrufen. Sie treten vor allem an den Schleimhäuten von Augen und Atemwegen auf. Rund sechs Prozent der Bevölkerung ist davon betroffen. Niesattacken, Augentränen und ein Fließschnupfen bis hin zu asthmatischen Beschwerden können die Symtome sein. Infektionen des Körpers oder einzelner Organe durch Mykosen kann eine Besiedlung der Atemwege und Lunge von klumpenförmigen Pilzgeflchtsansammlungen (Mycel) hervorrufen. Diese können bis zu einem Durchmesser von 5 cm anwachsen. Befallen werden dabei häufig auch Organe der Gehörs , das Rückenmark, die Nasennebenhöhlen aber auch Arterien und die Augenhornhaut.
Kommen chemische Mittel wie Fungizide oder chlorhaltige Subtanzen zur Bekämpfung des Pilzbefalls zum Einsatz, ist darauf hinzuweisen, dass auch bei zugelassenen chemischen Produkten humantoxische Folgen ganz und gar nicht auszuschließen sind. Zudem erweist sich dies häufig nur als kurzfristige Lösung.